Tipps & Tricks für die Migration von Serendipity auf Wordpress

Wer nicht von heute auf Morgen migrieren will dem sei etwas geraten. Dies gilt auch für alle die früher oder später unter Umständen migrieren wollen oder könnten ;)

Serendipity nutzt standardmäßig die ID jedes Blogeintrages in der URL um ihn wiederzufinden. Das Dumme dabei ist, egal wie die URL aussieht, sobald eine ID enthalten ist kann man die Migration von einer Software auf die andere nicht mehr ohne Probleme durchführen. Aus diesem Grund empfehle ich ein Schema zu verwenden das nicht mit der ID arbeitet.

Für Personen die vorhaben irgendwann zu migrieren würde ich diese Umstellung ab jetzt empfehlen, damit wird der Google Index bis zur Migration auch die richtigen Links liefern und andere Personen werden auch ihre Links anpassen.

Danach verwendet man am besten das angepasste Script von Paws. Damit ist eine Migration ohne Problem möglich – für Unix und Linux User empfehle ich das Script in einem Editor zu öffnen und die Zeichenkodierung und LineEndings auf Windows Standard zu stellen um es danach auf UTF-8 und Linux LineEndings umzukonvertieren. Sonst wird das Script nicht funktionieren.

Nachdem alle Kommentare und Posts migriert sind müssen die Authorzuordnungen der Einträge per Hand vorgenommen werden. Da bei mir wenige Authoren sind und die meisten Posts von mir stammen habe ich dies per Hand vorgenommen.

Danach ist es wichtig, dass alle URLs entweder dem alten Schema angepasst werden, wer jedoch gerne andere Friendly URLs verwenden will kann dies ohne Probleme machen. Die alten URLs können mittels dem Plugin Dean’s Permalinks Migration weiterverwendet werden. Diese Plugin mapped einfach das alte URL Schema auf das neue.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die RSS Leser von der Migration zu benachrichtigen bzw. es so anzustellen, dass sie gar nichts von dem Wechsel mitbekommen. Für letzteres habe ich Feedburner verwendet und auch bei Serendipity schon, wie auch jetzt bei Wordpress, alle User beim Abonnieren auf die Feedburner URL umgeleitet. Somit kann sich die eigentlich RSS URL des Blogs ändern, der User wirds nicht bemerken. Feedburner ist gratis und bietet seit der Übernahme durch Google noch mehr Funktionen gratis an und weiters bieten alle gängigen Blog Applikationen die nötigen Features um Feedburner sauber zu integrieren. Trotzdem empfiehlt es sich vor der Schließung des alten Blogs die neue RSS URL bekannt zu geben.

Die wichtigsten Dinge sind erledigt, wer noch weiter tüfftelt, kann mittels mod_rewrite noch viele Dinge von alt auf neu anpassen, vorallem wenn es um die Friendly URLs geht. Für mich haben die oben genannten Schritte gereicht und da mein Blog nur zum Spaß geführt wird stört es mich nun nicht so, wenn ich den einen oder anderen Leser verliere. Aufmerksame Leser bleiben einem sowieso treu und bekommen auch diese Änderung mit.

Für weiter Fragen im Bezug auf diese Migration steh ich gerne via Kommentarfunktion zur Verfügung.

Blog Software gewechselt – Gründe

Nachdem ich nun seit über 2 Jahren Serendipity verwendet habe wechsel ich nun auf Wordpress. Der Hauptgrund für den Wechsel ist/war die Zeit die ich momentan habe und das Interesse etwas neues auszuprobieren.

Nun waren diese beiden Gründe zwar die initialen Gründe, doch im Laufe der Zeit muss ich sagen hat mir Wordpress doch einige Vorteile gegenüber Serendipity aufgezeigt.

  1. Die Anzahl der Templates für das Blog-Layout ist einfach grandios und es wird fast jeder Wunsch erfüllt.
  2. Das persönlich Anpassen der Templates geht mir um vieles leichter von der Hand als es bei Serendipity mit Smarty war.
  3. Plugins werden auch unterstützt und hier gibt es eine enorme Auswahl. Auch wenn Garvin und die S9Y Entwickler enormes leisten und auch SPARTACUS (das Plugin Management System) sehr gut gelungen ist, doch ich find das Serendipity hier noch nicht mithalten.
  4. Durch die große Anzahl von Plugins gelingt es mir erstmals sauber meine Flickr Gallery mittels FAlbum einzubinden. Etwas das ich bei Serendipity vermisst habe.
  5. Der WYSIWYG Editor ist zwar nicht mit der Anzahl von Funktionen befüllt wie bei S9Y doch reagiert dieser meiner Meinung besser und schneller. Auch die nervende Fehlermeldung bei der Nutzung von Safari wird bei Wordpress umgangen und ein rudimentärer HTML Editor mit Zusatzfunktionen bereitgestellt.
  6. Durch Plugins lässt sich der WYSIWYG Editor mit eigenen Buttons erweitern die einem die Arbeit wieder erleichtern.
  7. Was mir gut gefällt ist die Möglichkeit schnell neue Kategorien hinzuzufügen, auch wenn man dies nicht so oft braucht, aber genervt hat es mich schon immer das es bei Serendipity nicht möglich war es in einem Fenster durchzuführen.
  8. Was mir beim Schreiben des Artikels auffällt, Wordpress speichert automatisch den geschriebenen Text ab, somit wär bei einem Absturz nicht alles verloren. S9Y kann das auch, doch nur durch die Installation eines Plugins und das wollte bei mir nie wirklich funktionieren.
  9. Da wären wir schon beim Nächsten, das Abspeichern, die Möglichkeit einen Artikel zu speichern, speichern und editieren oder veröffentlichen gefällt mir. Erspart einen Klick, hier muss man bei Serendipity in einer Dorpdownbox auswählen.
  10. Der Uploader für Bilder und Dateien ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch hat wie der von Serendipity seine Vor- und Nachteile.
  11. Statische Seiten, die Verwendung unter Serendipity hab ich nie ganz verstanden. Unter Wordpress braucht man nicht viel verstehen, sie funktionieren einfach und es besteht auch die Möglichkeit Kommentare zu aktievieren. Hier ist weniger einfach mehr – weniger Optionen, einfachere Bedienung.

Soweit mein Eindruck von Wordpress in den letzten Tagen, in Summe kann ich sagen, Wordpress scheint mir etwas aufgeräumter als Serendipity. Kann aber auch sein, dass ich einfach Abwechslung suche und nach einigen Wochen auch Wordpress zu mühsam wird. Ein Wechsel in ein anderes System bleibt mir ja offen, da Wordpress ein solch hohes Interesse beigesteuert wird gibt es genug Import/Export Scripts. Im nächsten Post werde ich auch mein vorgehen schildern, wie ich von S9Y auf Wordpress migriert habt.